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Wo?

Hambacher Schloss Neustadt & Protestantisches Bildungszentrum Butenschoen-Haus Landau

Wann?

Mittwoch & Donnerstag,
29. & 30. Juni 2022 

»Wir brauchen die nicht mehr!«

Öffentliche Akteure, Politiker*innen, Regierungen, zivilgesellschaftliche Akteure, auch Unternehmen und Kirchen haben es heute viel leichter als früher, Adressat*innen auf direktem Wege zu erreichen. Social Media-Kanäle und elektronische Kommunikation machen’s möglich. Der mühsame und nicht immer von Erfolg gekrönte Weg über etablierte Medien scheint entbehrlich. Agenda-Setting wird selbst gemacht. Friedrich Merz hat diese Entwicklung 2020 bei der Talk-Runde eines Karnevalsvereins auf den Punkt gebracht: „Wir brauchen die nicht mehr. Und das ist das Schöne. Sie können heute über Ihre eigenen Social Media-Kanäle, über YouTube, Sie können ein Publikum erreichen, das teilweise die Öffentlich- Rechtlichen, auch die privaten institutionalisierten Medien nicht mehr erreichen.“ Was Merz für eine „gute Nachricht der Digitalisierung“ hielt, hatte im Blätterwald, im Äther und teils auch im Netz einen Sturm der Entrüstung zur Folge. 

»Wir brauchen die nicht mehr!«

Öffentliche Akteure, Politiker*innen, Regierungen, zivilgesellschaftliche Akteure, auch Unternehmen und Kirchen haben es heute viel leichter als früher, Adressat*innen auf direktem Wege zu erreichen. Social Media-Kanäle und elektronische Kommunikation machen’s möglich. Der mühsame und nicht immer von Erfolg gekrönte Weg über etablierte Medien scheint entbehrlich. Agenda-Setting wird selbst gemacht. Friedrich Merz hat diese Entwicklung 2020 bei der Talk-Runde eines Karnevalsvereins auf den Punkt gebracht: „Wir brauchen die nicht mehr. Und das ist das Schöne. Sie können heute über Ihre eigenen Social Media-Kanäle, über YouTube, Sie können ein Publikum erreichen, das teilweise die Öffentlich- Rechtlichen, auch die privaten institutionalisierten Medien nicht mehr erreichen.“ Was Merz für eine „gute Nachricht der Digitalisierung“ hielt, hatte im Blätterwald, im Äther und teils auch im Netz einen Sturm der Entrüstung zur Folge. 

Die Südwestdeutschen Medientage werfen einen kritischen Blick auf die zunehmende Bedeutung direkter Kommunikation ohne die Vermittlung öffentlich-rechtlicher und privater Medien – aus wissenschaftlicher, journalistischer, politischer Sicht. Und sie fragen ethisch: Was an der Entwicklung ist tatsächlich »gut« und was ist »schlecht«. Welche Herausforderung ergeben sich für Medienhäuser und Verlage? Wie verändert sich der Beruf de*r Journalistin. Welche Rückwirkungen ergeben sich für öffentliche Akteure, wenn sie sich nicht mehr dem Gatekeeping des professionellen Journalismus stellen, sondern Thema, Meinungsmacher*in, Produzent*in und Gatekeeper in einer Person sind.

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Die Südwestdeutschen Medientage werfen einen kritischen Blick auf die zunehmende Bedeutung direkter Kommunikation ohne die Vermittlung öffentlich-rechtlicher und privater Medien – aus wissenschaftlicher, journalistischer, politischer Sicht. Und sie fragen ethisch: Was an der Entwicklung ist tatsächlich »gut« und was ist »schlecht«. Welche Herausforderung ergeben sich für Medienhäuser und Verlage? Wie verändert sich der Beruf de*r Journalistin. Welche Rückwirkungen ergeben sich für öffentliche Akteure, wenn sie sich nicht mehr dem Gatekeeping des professionellen Journalismus stellen, sondern Thema, Meinungsmacher*in, Produzent*in und Gatekeeper in einer Person sind.

Programm
Mittwoch, 29. Juni 2022
Ankommen & Begrüßung

Willkommen bei den Südwestdeutschen Medientagen 2022 – Ankunft auf dem Butenschoen-Campus Landau

Mehr Partizipation – bessere Demokratie?
Eine Zwischenbilanz der digitalen Öffentlichkeit 
Smoothies, Schnittchen und Kaffee
„Wir brauchen die nicht mehr“ - Impulse und Diskussion

Was ist professioneller Journalismus?

Was wird aus der vierten Gewalt? 

Wer zahlt dafür?

Geht`s auch anders?

Shuttle zum Hambacher Schloss

Abfahrt vom Alten Meßplatz

Einführung
Twitter statt Tagesschau? - Politische Kommunikation im digitalen Wandel
Wein, Brezeln und Finger Food
Ende der Veranstaltung und Shuttle nach Landau

anschließend Late Night im Partykeller

Donnerstag, 30. Juni 2022
Frühstück (für Übernachtungsgäste)
Andacht
Wir brauchen die nicht. Wen brauchen wir dann?

Kommunalpolitik erklären

Direktkommunikation, Pressearbeit und Publizistik in der Kirche

Landespolitik vermitteln

Kaffee und Cookies
Alternatives Gatekeeping: Tinder die Stadt
Abschlussdiskussion: Wer braucht wen? - Und was braucht die freie Gesellschaft?
Jetzt anmelden!
Kosten
Die Teilnahme an der Tagung sowie an der öffentlichen Abendveranstaltung ist kostenfrei. Wenn Sie eine Übernachtung mit Frühstück wünschen, erheben wir 60 Euro im EZ und 45 Euro im DZ (Studierende, Volontär*innen und Leistungsempfänger*innen zahlen einen ermäßigten Betrag in Höhe von 45 Euro im EZ). Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir uns vorbehalten, bei einer Absage nach dem Anmeldeschluss eine Stornogebühr in Höhe von 60 Prozent zur Deckung unserer Kosten zu erheben.
Veranstaltungsorte & Tagungsstätten

Tagungsauftakt am 29. Juni 2022: Protestantisches Bildungszentrum Butenschoen-Haus, Luitpoldstraße 8, 76829 Landau 

Abendveranstaltung am 29. Juni 2022: Hambacher Schloss, Schlossstraße, Neustadt an der Weinstraße 

Übernachtung und Tagung am 30. Juni 2022: Protestantisches Bildungszentrum Butenschoen-Haus, Luitpoldstraße 8, 76829 Landau 

Für die öffentliche Abendveranstaltung verkehrt ein Shuttle-Bus vom Alten Meßplatz in Landau zum Hambacher Schloss und zurück.

Anmeldung

Anmeldungen sind möglich bis zum 20. Juni 2022. Sie erhalten zeitnah eine Rückmeldung. 

Infektionsschutz

Die Veranstaltung wird gemäß der geltenden Infektionsschutzbestimmungen durchgeführt. Im Sinne eines verantwortungsvollen Miteinanders bitten wir Personen, die noch keinen vollständigen Impfschutz haben und nicht erkrankt waren um die Vorlage eines negativen Antigen-Tests aus einem Testzentrum. 

Datenschutz

Teile der Veranstaltung werden gefilmt und online zugänglich gemacht. Zusammen mit der Anmeldung erbitten wir eine entsprechende Einverständniserklärung. 

Das Programm sowie alle wichtigen Infos auf einen Blick finden Sie in unserem Flyer, den Sie hier kostenlos herunterladen können.

XYZ
Rückblick

Bei den Südwestdeutschen Medientagen treffen sich Sozial- und Kommunikationswissenschaftler, Theologen, Journalisten, Medienpolitiker und engagierte Bürgerinnen und Bürger zum Gespräch über medienethische und medienpolitische Orientierungsfragen. Die “Hambacher Thesen” bündeln die Diskussion. Sie bieten eine kritische Standortbestimmung des Medienbetriebs und verstehen sich als Anregung des medienpolitischen und medienethischen Diskurses. 
Ein Rückblick auf die vergangenen fünf Südwestdeutschen Medientage.

Foto: Evangelische Akademie der Pfalz
5. Medientage 2021

Die Zeiten, da sich am Samstagabend die ganze Familie zu „Wetten, dass?“ um den Fernseher scharrte, sind längst vorbei. Tagesschau und Heute-Journal sind kaum noch verbindliche Referenzpunkte für die politische Meinungsbildung. Die gedruckten Leitmedien schwächeln. Netflix, Spiegel Online, Blogs und Social Media schaffen neue, disparatere Formen der kommunikativen Vergemeinschaftung. Was bedeutet die Veränderung und Fragmentierung der medialen Öffentlichkeit für den Medienbetrieb? Welche Auswirkungen haben sie in Hinblick auf die politische Kultur und das gesellschaftliche Klima?

medientage-2019
4. Medientage 2019

Wer kontrolliert „die Medien“ in Zeiten beschleunigter Nachrichtenzyklen, von Algorithmen, Facebook oder YouTube, ohne dass es zu Einschränkungen der Pressefreiheit oder zu Zensur kommt? Und wer ist in einer sich rasant wandelnden Medienlandschaft überhaupt in der Lage, Regeln für die Branche aufzustellen und zu überwachen: die Politik, die Medien selbst? Oder verschiebt sich Verantwortung zunehmend zur Zivilgesellschaft, zum einzelnen Bürger und zur einzelnen Bürgerin?

hambacher-thesen-2018
Hambacher Thesen 2018

Dr. Christoph Picker (Evangelische Akademie der Pfalz), Prof. Dr. Ulrich Sarcinelli (Universität Koblenz-Landau), Thomas Bimesdörfer (Saarländischer Rundfunk), Karsten Evers (Südwestrundfunk), Dr. Timo Werner (Frank-Loeb-Institut an der Universität Koblenz-Landau), Prof. Dr. Clemens Zimmermann (Universität des Saarlandes)

Kontakt

Evangelische Akademie der Pfalz

Luitpoldstraße 10, 76829 Landau
Telefon: 06341 96890-30
E-Mail: info@eapfalz.de

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